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Kriegsjahre 1943 - 1945

In den Kriegsjahren 1943 – 1945 wurden keine weiteren Investitionen vorgenommen.

In den letzten Kriegstagen brach die öffentliche Wasserversorgung durch Stromausfall zusammen. Als die Amerikaner in den Nachmittagsstunden des 12. April 1945 mit Artilleriebeschuss der Innenstadt den Angriff auf Radevormwald einleiteten, wurden Versorgungsleitungen durch Granaten schwer getroffen.

Durch Brandmunition stand die Rochollsche Fabrik (Ecke Kaiserstr. / Bahnhofstr.) in hellen Flammen. Das Feuer griff auf benachbarte Gebäude über.

Noch während des amerikanischen Beschusses gelang es der Feuerwehr, der auch Mitarbeiter des Städt. Wasserwerkes angehörten, eine Löschwasserleitung von „Spannagels Teich“ bis zu den Brandstellen zu verlegen und mittels einer Tragkraftspritze zu betreiben. Durch diesen mutigen und gewagten Einsatz konnten die Brandherde Rochollsche Fabrik, Studberg und Klüting lokalisiert werden.

Einen Tag später, und zwar am 13. April 1945, wurde der Wasserturm in Rädereichen von einem Jagdbomber beschossen. Der Turm erhielt einen Volltreffer in Höhe des Wasserbehälters. Der Stahlbehälter konnte jedoch umgehend repariert werden. Aus Gründen der Sicherheit wurden Besteigungen des Wasserturmes nicht mehr gestattet.

Ebenfalls entstand am 13. April durch Beschuss des „Fischerschen“ Hauses, vermutlich durch angreifende amerikanische Panzer, ein verheerendes Feuer, welches sich zunächst beidseitig die Kaiserstraße in Richtung Markt hinauffraß und dann auf die Hochstraße (heutige Bischof-Bornewasser-Str.) übergriff.

Es dauerte Tage, bis die öffentliche Wasserversorgung – wenigstens stundenweise – wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Für die Versorgung der Einwohner der Innenstadt wurde der auf dem Marktplatz befindliche städt. Brunnen mittels einer „Schwengel-Pumpe“ wieder in Betrieb genommen. Viele Einwohner nutzten auch die alten Hausbrunnen.

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