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Leitungsbau ab 1960

In den sechziger Jahren wurde schwerpunktmäßig das Wasserleitungsnetz durch Neuverlegungen mit größeren Weiten saniert und ausgebaut. Es wurden neue Industrie- und Wohnbaugebiete an das öffentliche Netz angeschlossen, insgesamt auf einer Länge von rd. 18 km.

Besonders der Ausbau der B 229 im Jahre 1969 von der Ülfe-Wuppertal-Str. bis zur Innenstadt kam dem Wasserwerk sehr gelegen. Bei dieser Gelegenheit wurde die Wasserhauptleitung auf einer Länge von 700 m erneuert.

Dhünn-Talsperre
Durch den sich in den fünfziger Jahren abzeichnenden erheblichen Wassermehrbedarf der bergischen Städte fasste 1959 der Wupperverband den Beschluss zum Bau der „Vorsperre im Tal der Großen Dhünn“ mit einem Stauvolumen von 7,4 Millionen cbm.

Der Zweckverband Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper (WVV) wurde am 25. Januar 1960 gegründet.

Das Rohwasserpumpwerk und die Trinkwasseraufbereitungsanlagen für die Belieferung der Verbandsmitglieder wurden schon 1963 in Betrieb genommen.

Als die Werkleitung der Stadtwerke Remscheid Ende der sechziger Jahre signalisierte, dass der mit Radevormwald abgeschlossene Wasserlieferungsvertrag auf keinen Fall verlängert wird, sah der Rat der Stadt Radevormwald sofortigen „Handlungsbedarf“ und beschloss nach umfangreichen Beratungen am 19. Januar 1971 den Beitritt zum Zweckverband „Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper“, um die zukünftige Wasserversorgung Radevormwalds aus der Vorsperre und später nach Fertigstellung in 1985 aus der Dhünn-Talsperre zu sichern.

1972/1973 verlegte der WVV die Zubringerleitung vom Erdbehälter in Bergisch-Born bis zum Vorratsbehälter in der Ortschaft Espert. Dort errichteten die Stadtwerke Radevormwald ein Pumpwerk mit einer stündlichen Leistung von 300 cbm Wasser. Für die Anbindung des neuen Pumpwerkes an das Netz wurde 1974 eine Transportleitung NW 400 mm über 977 m bis zum „Kreuz“ gebaut.

Die Umstellung des Wasserbezuges auf den WVV erforderte eine Investition in Höhe von 1,2 Millionen DM.

Wasserverbund
Infolge der abnehmenden Wasservorräte in der Dhünntalsperre auf Grund einer längeren Trockenzeit musste im Verbandsgebiet im Jahr 1975 zu Sparmaßnahmen in der Trinkwasserversorgung allgemein aufgerufen werden.

Die nicht zufriedenstellende Wasserkontingentierung aus der Großen Dhünn-Talsperre veranlasste den WVV zum Verbund mit dem Aggerverband. Notwendig wurde der Bau einer Trinkwasserleitung DN 800 über 12 km Länge zwischen Ommerborn und der Station Habenichts.

1978 konnten die Anlagen in Betrieb gehen.

Von 1974 bis 1980 wurden vorsichtshalber die Wassergewinnungseinrichtungen und das Pumpwerk Stoote täglich zwei Stunden in Betrieb genommen und jährlich rd. 200.000 cbm ins Wasserleitungsnetz eingespeist.

1981 wurde das Pumpwerk in Stoote und das Zwischenpumpwerk in Hückeswagen mit der Verbindungsleitung bis Stoote mit Einverständnis des Wasserwirtshaftsamtes und der Bezirksregierung in Köln aufgegeben.

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