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Wasser prägt das Land - Die Wasserwirtschaft im Wuppergebiet

Nicht allein der Fleiß und die Zähigkeit der Bewohner des Bergischen Landes, nicht die Erträge der steinigen Ackerkrume oder der Wiesen- und Waldflächen in den engen Tälern, nicht etwa wertvolle Bodenschätze oder gar gute Verkehrsmöglichkeiten waren es, die dem Bergischen Land zum Wohlstand verhalfen, sondern die Wupper, der "fleißigste Fluss" Deutschlands.

1975 – Übernahme des Wasserleitungsnetzes in der Ortschaft Hahnenberg
Die erhebliche Verschlechterung der Qualität des Trinkwassers aus der Wassergewinnungsanlage der Wasserleitungs-gemeinschaft Hahnenberg führte dazu, dass die Gemeinschaft im Jahre 1975 beschloss, sich der öffentlichen Trinkwasserversorgung anzuschließen und die eigene Brunnenanlage außer Betrieb zu nehmen.

Die Stadtwerke verlegten eine 397 m lange Verbindungsleitung NW 150 mm und übernahmen das rd. 400 m lange Verteilungsnetz.

1977 – Anschluss der Ortschaften Vor der Mark bis Filde an das öffentliche Netz
Durch den Ausbau der Trinkwasserversorgung bis zur Ortschaft Vor der Mark war es 1977 möglich, die Wasser-hauptleitung DN 100 mm über eine ca. 5 km lange Strecke entlang der Kreisstraße bis Filde mit einer Investitionssumme von 412 TDM auszubauen.

Die Feuerwehr atmete auf, denn die Löschwasserversorgung für dieses Gemeindegebiet war sehr schwierig und konnte nur durch eine Versorgung über lange Wegstrecken bewerkstelligt werden.

In Trockenzeiten waren die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr ständig unterwegs, um Trinkwasser in die leeren Hausbrunnen zu pumpen.

Den selbstlosen Einsatz des Feuerwehrmitgliedes Otto Siebel, Leye, als Fahrer und Maschinist des TLF 16 der LG Wellringrade möchten wir hier besonders herausstellen.

1979 – Bau der Wasserhauptleitung von Önkfeld bis zur Flurstr.
Die Verlängerung der Wasserhauptleitung DN 150 mm von Önkfeld bis zum Bebauungsgebiet Flurstr. über eine Wegstrecke von rd. 2,7 km war für die Sicherstellung der Wasserversorgung in den Wupperortschaften von großer Bedeutung. Hierdurch wurden auch die Voraussetzungen geschaffen, die Versorgung der dortigen Fabrikationsstätten und der dort lebenden Menschen nach Stilllegung der Wülfing’schen Wasserversorgung problemlos zu übernehmen.

1991/92 Übernahme der Wasserversorgung in der Ortschaft Honsberg
Bis 1991 versorgte die Wasserleitungsgemeinschaft Honsberg die Dorfbewohner mit Trinkwasser aus eigenen Brunnenanlagen.

Durch verstärkten Wohnungsbau stieg der Wasserbedarf in Honsberg an und führte zu Schwierigkeiten bei der Versorgung, besonders in Trockenzeiten.

Da das alte Wasserleitungsnetz außerdem dringend saniert werden musste, gab die Wasserleitungsgemeinschaft die Wasserversorgung auf. Die Stadtwerke übernahmen das Versorgungsgebiet und verlängerten die Wasserhauptleitung von der Ortschaft Heidersteg bis Honsberg. Ferner wurde das gesamte Versorgungsnetz in der Ortschaft Honsberg auf einer Länge von 1.490 m erneuert. Die Kosten beliefen sich auf rd. 479 TDM.

1993 – Bau einer Druckerhöhungsanlage in der Ortschaft Eich
Um den Wasserdruck in den höher gelegenen Hofschaften Richtung Borbeck und Hahnenberg zu verbessern, wurde in der vorgenannten Ortschaft eine Druckerhöhungsanlage errichtet, welche auch in der Lage ist, genügend Löschwasser vorzuhalten.

1994 – Verlängerung der Zubringerleitung von Wintershaus bis zur Wasserturmstraße
Die 1957 vom Erdbehälter Wintershaus bis zur  B483 verlegte Zubringerleitung NW 400 mm wurde 1994 auf einer Länge von 320 m bis zur Wasserturmstr. verlängert, um die Leistungskapazität zu erhöhen. Die Investitionskosten betrugen 294 TDM.

1998 – Gründung der Stadtwerke Radevormwald GmbH
Nach dem Willen des Stadtrates wurde Mitte 1998 die Gas- und Wasserversorgung aus dem Eigenbetrieb „Stadtwerke Radevormwald“ ausgegliedert und in die „Stadtwerke Radevormwald GmbH“ eingegliedert.

Der Gesellschafter RWE brachte das Radevormwalder Stromverteilungsnetz in die neue Gesellschaft ein.

2002 – Steuertechnik des Pumpwerkes Espert
Die technisch veralterte Steuerungstechnik im Pumpwerk Espert war im Laufe der Zeit störanfällig geworden. Sie wurde in 2002 durch den Einbau moderner Digitaltechnik ersetzt und mit einem Prozess-Leitsystem verbunden.

2003 – Erweiterung des Erdbehälters Wintershaus
Der durchschnittliche Trinkwasser-Tagesverbrauch liegt bei ca. 3.500 cbm.

Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, befasste sich die Werkleitung bereits 1989 mit entsprechenden Entwurfsplanungen. Aus Finanzierungsgründen wurde dieses Bauvorhaben jedoch immer wieder zurückgestellt.

In 2003 war es aber endlich soweit. Durch Anbau zusätzlicher Kammern wurde das Fassungsvermögen des Erdbehälters in Wintershaus von 2.000 cbm auf 5.000 cbm erhöht.

Die Geschichte der Trinkwasserversorgung der Stadt Radevormwald ist auf Grund vieler Umstände und Schwierigkeiten sehr lebendig und spannend.

Eins ist unbestritten: Alle Beteiligten, die Verantwortung für die Wasserversorgung unserer Heimatstadt Radevormwald in den zurückliegenden Jahrzehnten getragen haben, waren mit großem Engagement und Sachkenntnis dabei und darum bemüht, möglichst allen Einwohnern unserer Heimatstadt, das wichtigste Lebensmittel der Menschen in ausgezeichneter Qualität, in genügender Menge und zu bezahlbaren Preisen zu jederzeit zur Verfügung zu stellen.

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