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Aktuelles zur Energiekrise - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wir haben die häufig gestellten Fragen (Frequently Asked Questions, kurz FAQ oder FAQs) und die passenden Antworten für Sie zusammengefasst, damit Sie schnell zu der von Ihnen gewünschten Information gelangen.

Ganz unten auf dieser Internetseite finden Sie sowohl weitere Erklärvideos als auch Energiespartipps.

Erdgas: Mehrwertsteuersenkung, Energiepreise & Umlagen

Ab wann gilt die Mehrwertsteuersenkung?

Die Mehrwertsteuer auf Gas wird ab dem 01. Oktober 2022 gesenkt. Sie sinkt von 19 Prozent auf 7 Prozent.

Ändern sich die Preise durch die Mehrwertsteuersenkung?

Wir geben die Senkung der Mehrwertsteuer in vollem Umfang an unseren Kunden weiter. Dementsprechend ändern sich die Bruttopreise für die Endkunden ab dem Anpassungstermin um den entsprechenden Mehrwertsteueranteil.

Mein aktueller Abschlag ist zu hoch, kann ich den Abschlag wieder senken?

Wir haben den neuen Abschlag prozentual an die neuen Preise ab 1. November 2022 angepasst. In vielen Fällen wird der neue Abschlag trotzdem nicht ausreichen. Wir raten daher von einer Senkung des Abschlags ab. Zusätzlich hilft es, Ihren aktuellen Energieverbrauch zu senken, wir haben für Sie im Erklärvideo unten auf dieser Seite einige Tipps zum Energiesparen zusammengefasst.

Erdgas: Dezember-Soforthilfe

Wer erhält die Soforthilfe?

  • Die Dezember-Soforthilfe erhält fast die gesamte SWR. Erdgas Kundschaft, die am 01.12.2022 Erdgas oder Wärme von der SWR. bezieht.
  • Keine Dezember-Soforthilfe (Ausnahme) nach dem ESWG erhalten folgende Kundschaftsgruppen:

    • Letztverbrauchende für Entnahmestellen mit einer registrierenden Leistungsmessung (RLM-Kundschaft), an denen ein Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 Kilowattstunden entsteht,
    • Letztverbrauchende für Entnahmestellen, soweit sie dort Erdgas für den kommerziellen Betrieb von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen beziehen, oder
    • Letztverbrauchende, die zugelassene Krankenhäuser sind.
  • Die obigen Kundschaftsgruppen erhalten dennoch Dezember-Soforthilfe (keine Geltung der Ausnahme), wenn sie:

    • als Wohnraumvermietende oder Wohnungseigentümendegemeinschaft das Erdgas an der Entnahmestelle weit überwiegend im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum oder als Wohnungseigentümendegemeinschaft im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes beziehen
  • als spezifische soziale Einrichtungen:

    • zugelassene Pflege-, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind, die im Aufgabenbereich des Sozialgesetzbuchs soziale Leistungen erbringen,
    • staatliche, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs oder Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts oder als eingetragener Verein organisiert sind oder
    • Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, anderer Leistungsanbietenden oder Leistungserbringer der Eingliederungshilfe nach Teil 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind.

Wichtiger Hinweis: Sind Sie RLM-Kundschaft mit einem Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 kWh, müssen Sie bis zum 31. Dezember 2022 in Textform (z.B. per E-Mail) darlegen, dass Sie den Entlastungsberechtigten angehören. Andernfalls entfällt der Anspruch auf Dezember-Soforthilfe.

Wie bekommen die SWR. Kunden die Soforthilfe?

Sie werden im Dezember von der Abschlagszahlung befreit. Wie genau, hängt davon ab, wie Sie den Abschlag normalerweise zahlen:

  • Haben Sie eine Einzugsermächtigung erteilt, brauchen Sie nichts weiter zu tun, dann ist die SWR. in der Pflicht. Die SWR. setzt den Einzug im Dezember 2022 aus.
  • Bei einem Dauerauftrag müssten Sie diesen für Dezember aussetzen.
  • Bei selbst vorgenommenen monatlichen Überweisungen setzen Sie diese im Dezember einfach aus.
  • Passiert das alles nicht, sollen Verbraucher eine Gutschrift erhalten und der Betrag in Jahresverbrauchsabrechnung Anfang 2023 verrechnet werden.
Bedenken Sie, dass diese Entlastung nur für Erdgas und Wärme gilt. Sollten Sie noch Wasser und Strom beziehen, bleiben die Abschläge hierfür auch im Dezember unverändert.

Wie hoch ist die Dezember-Soforthilfe?

Entlastungsbetrag für Standard-Lastprofilkundschaft – das sind im Wesentlichen Privathaushalte und kleine Unternehmen:

Hier berechnet sich der Entlastungsbetrag aus der:

  • Jahresverbrauchsmenge [1], die wir im September 2022 für Ihre Belieferung prognostiziert haben
  • geteilt durch 12
  • multipliziert mit dem Arbeitspreis, der für Ihre Lieferung Stand 1. Dezember 2022 vereinbart ist
  • zuzüglich allen anderen Preiselementen, soweit diese nach dem Erdgasliefervertrag anteilig für den Monat Dezember 2022 anfallen

Entlastungsbetrag für RLM-Kundschaft: Die Berechnung erfolgt im Wesentlichen wie bei Standard-Lastprofilkundschaft. Allerdings ist anstelle der Prognosemenge aus September 2022 die für die Zeit November 2021 bis einschließlich Oktober 2022 entnommene gemessene Menge anzusetzen. [2]

[1] Ggf. einem Ersatzwert, wenn uns dieser Wert nicht vorliegen sollte

[2] Ggf. einem Ersatzwert, wenn uns dieser Wert nicht vorliegen sollte

Welche Besonderheit gilt für Mieter?

Als Mietende beziehen Sie Energie in der Regel nicht direkt beim Versorgenden, sondern über Ihren Vermietenden. Für weitere Informationen, nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Vermieter auf.

Was gilt für Wärmekunden?

Bei Wärmekundschaft sollen der Betrag der Septemberrechnung und ein "pauschaler Anpassungsfaktor" herangezogen werden, der die Preissteigerungen bis Dezember berücksichtigt.

Erdgas & Wärme: Energiepreisbremse

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns noch keine konkreten Informationen oder Gesetzesentwürfe vor. Wir können daher keine Detailfragen beantworten. Sobald die Bundesregierung konkrete Informationen zur Verfügung stellen wird, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.

Dementsprechend behalten wir es uns vor, dass die unten veröffentlichten Informationen so nicht eintreten oder aufgrund der kurzfirstigen technischen Machbarkeit anders umgesetzt werden müssen.

Es soll eine Energiepreisbremse für Gas und Wärme eingeführt werden. Dabei werden zwei Kundengruppen unterschieden:

a. Haushalte, Privatkunden und kleine sowie mittlere Unternehmen
b. Industrie

a) Haushalte, Privatkunden und kleine sowie mittlere Unternehmen

Die Preisbremse für Gas und Wärme für Privatkunden und kleine sowie mittelständische Unternehmen wird voraussichtlich ab März 2023 greifen. Sie endet frühestens zum 30. April 2024. Die Vorschläge der Bundesregierung sehen Folgendes vor:

Gas:

  • Es wird ein zu entlastendes Kontingent des Gasverbrauchs definiert
  • Das Kontingent beträgt 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauches, der der Abschlagszahlung aus September 2022 zugrunde gelegt wurde
  • Für dieses Kontingent wird für den Kunden ein garantierter Gas-Bruttopreis von 12 ct/kWh festgelegt
  • Für den Rest der Verbrauchsmenge oberhalb des Kontingentes gilt der vertraglich vereinbarte, normale Arbeitspreis

Wärme:

  • Es wird ein zu entlastendes Kontingent des Wärmeverbrauchs definiert
  • Das Kontingent beträgt 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauches, der der Abschlagszahlung aus September 2022 zugrunde gelegt wurde
  • Für dieses Kontingent wird ein garantierter Wärme-Bruttopreis von 9,5 ct/kWh festgelegt
  • Für den Rest der Verbrauchsmenge oberhalb des Kontingentes gilt der vertraglich vereinbarte, normale Arbeitspreis

b) Industriekunden - Jahresverbrauch über 1,5 GWh/a

Gas:

Die Gaspreisbremse für die Industrie wird voraussichtlich ab 1. Januar 2023 greifen. Sie endet frühestens zum 30. April 2024. Die Vorschläge der Bundesregierung sehen Folgendes vor:

  • Es wird ein zu entlastendes Kontingent des Gasverbrauchs definiert
  • Das Kontingent beträgt 70 Prozent der Verbrauchsmenge, bezogen auf den Verbrauch von November 2021 bis Oktober 2022
  • Für dieses Kontingent wird für den Kunden ein Garantiepreis von 7 ct/kWh (netto) festgelegt
  • Für den Rest der Verbrauchsmenge oberhalb des Kontingentes gilt der vertraglich vereinbarte, normale Marktpreis
  • Eine mengenmäßige Obergrenze des zu entlastenden Gasverbrauches wird nicht definiert

Soweit technisch und administrativ umsetzbar sollen alle Krankenhäuser unabhängig von der Höhe ihres Gasverbrauchs dieser Regelung unterliegen. Dies gilt auch für und alle staatlichen, staatlich anerkannten oder gemeinnützigen Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs mit einem Gasverbrauch über 1,5 GWh/a. Stromerzeugungskraftwerke werden dagegen von dieser Regelung ausgeschlossen, um die Gasverstromung nicht zu subventionieren.

Wärme:

Die Wärmepreisbremse für Kunden mit Jahresverbrauch über 1,5 GWh/a soll ähnlich umgesetzt werden, wie die Gaspreisbremse für die Industrie. Näheres ist noch nicht bekannt.

Strom: Energiepreisbremse

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns noch keine konkreten Informationen oder Gesetzesentwürfe vor. Wir können daher keine Detailfragen beantworten. Sobald die Bundesregierung konkrete Informationen zur Verfügung stellen wird, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.

Dementsprechend behalten wir es uns vor, dass die unten veröffentlichten Informationen so nicht eintreten oder aufgrund der kurzfirstigen technischen Machbarkeit anders umgesetzt werden müssen.

Die Strompreisbremse soll als drittes Entlastungspaket ab Januar 2023 dazu beitragen, dass die Stromkosten insgesamt sinken. Der Strompreis für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen soll daher voraussichtlich bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Für Industriekunden soll der Deckel bei 13 Cent für 70 Prozent des historischen Verbrauchs liegen.

Gassparrechner

Erklärvideo Energiespartipps

Erklärvideo Abschläge

Haben Sie weitere Fragen?

Hier finden Sie weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen - sortiert nach Themengebieten.

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