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Energetisches Ranking - ein sehr gut für die SWR.

Die Stadtwerke Radevormwald kommen bei einer Untersuchung zum Thema energetische Beratung sehr gut weg.

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Sirius Campus aus Köln hat einen „Kundenmonitor Energiemarkt 2020“ erstellt. Bei dieser Auswertung wurden im Frühjahr 2020 rund 2000 Wohneigentümer, Vermieter und Mieter repräsentativ zum Energiesparen und zur energetischen Sanierung befragt. Zudem wurde die Qualität der Informationsangebote und der Beratung von 165 kommunalen und privaten Energieversorgern zur umweltschonenden Energieversorgung getestet.

Energieversorgern komme eine Schlüsselrolle bei diesem Thema zu, weil sie den regelmäßigen Kontakt zum Kunden haben. Ohne Beratung erfolgt keine Investition. Das Fazit der Untersuchung lautet: Viele Stadtwerke und private Stromversorger beraten ihre Kunden bisher nur unzureichend und wirken eher als Hemmschuh denn als Treiber der energetischen Sanierung. „Wichtige wirtschaftliche und klimapolitische Potenziale werden so verschenkt“, kommentiert das Kölner Institut.

Von den 165 getesteten Energieversorgern erzielen lediglich sieben (vier Prozent) die Gesamtnote „Sehr gut“. 70 Prozent der untersuchten Versorger schneiden hingegen nur mäßig oder schlecht ab: 44 mit „Mangelhaft“, 40 mit „Ausreichend“ und 31 mit „Befriedigend“.

Die Stadtwerke Radevormwald landen bei dieser Auswertung unter der Kategorie „Sehr gut“, gemeinsam mit der Belkaw (Bergisch Gladbach), BS Energy (Braunschweig), Energieversorgung Halle, Stadtwerke Bonn, Stadtwerke Herne und Stawag Aachen. Große überregionale Energiekonzerne wie EON, EWE oder Vattenfall erreichen immerhin die Gesamtnote „gut“.

Fast alle modernisierungswilligen Wohneigentümer (92 Prozent) beschrieben sich selbst als „Beratungskunden“, so das Kölner Beratungsinstitut in den Erläuterungen. Das heißt: Sie würden sich nur nach einer ausführlichen Beratung für eine energetische Sanierung ihrer Immobilie entscheiden.

Und dies täten die Hausbesitzer aus gutem Grund: Das Wissen der Verbraucher um verschiedene staatliche Förderungen ist meist ebenso gering wie die Kenntnis unterschiedlicher Sanierungskonzepte (am bekanntesten sind noch Dämmungs-Maßnahmen, deutlich weniger hingegen energieeffiziente Heizungsanlagen, regenerative Warmwasseraufbereitungen etc.). Beides wirke sich hinderlich auf eine höhere Investitionsrate in energetische Sanierungen aus.

„Modernisierungswillige“ müssen also künftig stärker als bisher an die Hand genommen werden. Interessierte Hausbesitzer und Wohnungseigentümer wünschen dabei vor allem ganzheitliche Beratungsansätze von der Planung bis zum Förderantrag. Drei Viertel der Wohneigentümer vertrauen Energieversorgern (74 Prozent) und Geräteherstellern (76 Prozent) sogar bei schlüsselfertigen „Rund-um-sorglos-Angeboten“, inklusive langjährigen Wartungsservices.

Das Ranking finden Interessierte unter https://www.siriuscampus.de/wp-content/uploads/2020/07/Versorgertest.pdf

Dieser Artikel erschien am 06.08.2020 in der Bergischen Morgenpost und wurde von Stefan Gilsbach verfasst.

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