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Kommunale Wärmeplanung für Radevormwald

Wie könnte eine klimaneutrale Wärmeversorgung in 2045 aussehen? Stadt und Stadtwerke starten nun gemeinsam in die Kommunale Wärmeplanung. Bis Ende 2026 will das Büro BMU Energy Consulting aus Wuppertal einen fertigen Wärmeplan vorlegen.

Bürgermeister Dejan Vujinovic bezeichnete die Wärmewende als eine wichtige Zukunftsaufgabe. Es sei entscheidend, sich frühzeitig und umfassend mit den möglichen Veränderungen auseinanderzusetzen, um später belastbare Entscheidungen treffen zu können. „Die nun gestartete Kommunale Wärmeplanung wird konkret auf die Gegebenheiten in Radevormwald zugeschnitten. Dadurch ergibt sich für unsere Stadt eine valide Grundlage, mögliche Ansätze zur Transformation der Wärmeversorgung gezielt zu prüfen und Orientierung bei der zukunftsgerichteten Weiterentwicklung unserer Stadt zu geben. Die Stadtwerke als lokaler Partner für alle Energiethemen sind dabei zentral beteiligt“.

Nach dem aktuellen Wärmeplanungsgesetz des Bundes muss die Stadt Radevormwald bis zum 30. Juni 2028 einen entsprechenden Plan vorlegen. Stadt und Stadtwerken haben sich das Ziel gesetzt, bereits bis Ende 2026 mit dem Büro BMU Energy Consulting aus Wuppertal in die Offenlage zu gehen, um frühzeitig Erkenntnisse über die weitere Ausrichtung zu erlangen. Die Umsetzung des Projekts verantworten Niklas Lajewski, Klimaschutzmanager der Stadt, und Gideon Wißler, Projektleiter der Stadtwerke.

Kommunale Wärmeplanung in vier Schritten
Die Kommunale Wärmeplanung besteht aus insgesamt vier Schritten. In der Bestandsanalyse werden die vorhandene Versorgungsstruktur und der aktuelle Wärmeverbrauch in der Kommune erfasst. Anschließend werden Potenziale für eine erneuerbare Wärmeerzeugung identifiziert. Mit den Informationen soll dann ein Zielszenario für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in 2045 entwickelt werden, das auch die Reduzierung der CO2-Emissionen aufzeigt. Zuletzt erfolgt die Ableitung einer Wärmewendestrategie. Diese umfasst die Priorisierung bestimmter Maßnahmen, die notwendig wären, um das Zielszenario zu erreichen.

Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerken
Auch die Stadtwerke freuen sich, dass es nun los geht mit der Kommunalen Wärmeplanung. Diese sei ein wichtiges Instrument, um Transparenz in die aktuelle Struktur der Wärmeversorgung vor Ort zu bringen. „Nur so können die richtigen Schlüsse für eine sinnvolle Wärmestrategie in Radevormwald abgeleitet werden“, so Florian Weiskirch, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Vor dem Hintergrund der politischen Diskussionen in Berlin und der komplexen geopolitischen Situation stellen sich viele Akteure in Radevormwald die Frage, wie die Transformation der Wärmeversorgung denn nun gelingt.
„Bei unseren Kundinnen und Kunden ist die Unsicherheit spürbar. An dem Thema Wärmewende hängen wichtige Investitionsentscheidungen – vom Privathaushalt bis hin zur lokalen Industrie“, so Weiskirch. Er warnt dennoch vor Panikmache. „Wir reden hier über einen langfristigen Planungsansatz auf hoher Flugebene, basierend auf der aktuell gültigen Gesetzeslage. Und gerade bei der Gesetzeslage ist noch einiges in Bewegung, wie auch die jüngsten Ankündigungen der Koalitionsspitzen in Berlin zeigen. Losgelöst davon ist es aber wichtig und richtig, bereits heute das Bild einer möglichen Wärmeversorgung der Zukunft zu entwickeln. Änderungspflichten oder unmittelbare Auswirkungen auf die aktuelle Wärmeversorgung in Radevormwald ergeben sich daraus aber nicht.“

Wichtig sei daher auch eine enge Einbeziehung der lokalen Akteure. „Das Projekt Kommunale Wärmeplanung kann nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen. Insofern werden wir Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger anbieten, um eine aktive Einbindung zu ermöglichen“, so Bürgermeister Vujinovic.


Über den Fortschritt der Kommunalen Wärmeplanung wird auf der Internetseite der Stadt Radevormwald informiert: https://www.radevormwald.de/kommunale-waermeplanung/

Diese Informationen sind auch über die Homepage der SWR. aufrufbar.

Ansprechpartner bei der Stadt:
Klimaschutzmanager Niklas Lajewski, Tel. 02195 606432, niklas.lajewski@radevormwald.de

Projektleiter der Stadtwerke:
Gideon Wißler, Tel. 02195 913192, g.wissler@s-w-r.de

„Zusammenarbeit für die Kommunale Wärmeplanung (von links nach rechts): Burkhard Klein (Amtsleiter Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt), Gideon Wißler (Projektleiter der Stadtwerke), Niklas Lajewski (Klimaschutzmanager), Bürgermeister Dejan Vujinovic und der Geschäftsführer der Stadtwerke Florian Weiskirch. Foto: Stadt Radevormwald“